Engagiert im Kreis TübingenLandkreis Tübingen

Informationen für Gemeinden

Einen Leitfaden für Kommunen zur Information und Beratung für freiwilliges Engagement und Selbsthilfe hat das ISAB Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgearbeitet. Er enthält auch konkrete Empfehlungen für die Einrichtung von Büros für freiwilliges Engagement und Selbsthilfe:

Braun, Joachim/Abt Hans-Günter/Bischoff, Stefan:Leitfaden für Kommunen zur Information und Beratung über freiwilliges Engagement und Selbsthilfe, Köln/Leipzig 2001

Anerkennung für das Ehrenamt – Anregungen für ein Programm sozialer Vergünstigungen auf kommunaler Ebene« heißt eine weitere hilfreiche Studie, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend herausgegeben wurde. Informationen und Hinweise zu Möglichkeiten der Förderung bürgerschaftlichen Engagements durch die Kommunen sind auch bei den kommunalen Spitzenverbänden, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Deutschen Landkreistag sowie beim Verband für kommunales Management (KGSt) erhältlich. Die KGSt etwa hat unter dem Titel »Bürgerengagement – Chance für Kommunen« einen umfangreichen Sonderbericht mit konkreten Handlungsempfehlungen veröffentlicht (KGSt-Bericht Nr. 6/99: Bürgerengagement – Chance für Kommunen, Köln 1999). Vielfältige praktische Tipps hat insbesondere auch das Netzwerk CIVITAS – Bürgerorientierte Kommune (Träger Bertelsmann Stiftung und Verein Aktive Bürgerschaft e.V.) zusammengestellt, darunter auch ein »A – Z der Anerkennungskultur« mit vielen guten Beispielen aus den beteiligten Kommunen. Links führen von dort auch direkt auf die Websites aller beteiligten Kommunen sowie die anderer Kooperationspartner.

Alle Empfehlungen können immer nur Orientierungen geben. Die konkrete Ausgestaltung der lokalen, engagementfördernden Infrastruktur und die Formen der Zusammenarbeit müssen auf die örtlichen Verhältnisse, bestehenden Strukturen und Möglichkeiten zugeschnitten sein (»Maßanfertigung statt Konfektionsware«) und können vor Ort am besten beurteilt werden.

Wesentlich ist,dass an diesem Prozess Akteure aus sämtlichen Handlungsfeldern des örtlichen bürgerschaftlichen Engagements aktiv beteiligt werden. Auf diese Weise kann die Schaffung und Erweiterung einer engagementfördernden Infrastruktur zugleich zu verstärkter Vernetzung und Kooperation beitragen. So wird auch verhindert, dass sie, wie mancherorts geschehen, in der öffentlichen Wahrnehmung allein der Zuständigkeit des Ressort »Soziales« zugeordnet wird.

»Eine gute Politik für das Bürgerengagement heißt: Strukturen stützen, in denen lokale und primäre Netzwerke wachsen können; also weder fertige Verbandsprogramme noch standardisierte Agenturen und Büros an die Stelle von gemeinsamen Zielvereinbarungen von Staat, Kommunen, Verbänden und Bürger setzen« (Hummel, Konrad: Bürger sucht Gesellschaft. Freiwilliges Engagement von Menschen und die Dialektik seiner politischen Förderung, In: Blätter der Wohlfahrtspflege, Heft 11 + 12/2000).

Nach einer Vorlage von www.wegweiser-buergergesellschaft.de.

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